Elvira beginnt zu lieben...


 

Es soll ein besonders aufregendes Wochenende werden, doch das Schicksal hat es für Elvira anders vorgesehen.Eben noch am Telefon mit ihrer besten Freundin, um die detaillierte Abendgestaltung zu besprechen, findet sie sich einen Wimpernschlag später auf der Terrasse liegend wieder.Ein stechender Schmerz durchbohrt ihre Brust. Angst macht sich in ihr breit. Angst um ihr Leben!

 

Doch gleichzeitig passiert etwas Seltsames.

 

Inmitten dieser Angst ist auch eine seltsame Mischung aus Ruhe und Frieden. „Was wenn mein Leben heute zu Ende ist?“ fragt sich Elvira. Keine Verpflichtungen mehr, keine Eile, keine Sorgen, kein Ansammeln mehr von unnützen Gegenständen nur um diese innere Leere zu füllen. Und wieder diese Stille und Erleichterung.

 

Elvira liegt einfach so da, unfähig darüber nachzudenken, ob sie träumt oder wach ist. Das erste Mal in ihrem Leben gibt es für sie nichts Wichtigeres zu tun, als einfach so dazuliegen und zu spüren. Keine Gedanken, keine Eile, nur wahrnehmen und spüren. Die Bienen summen in der Wiese, das Terrassenholz unter ihrem Rücken gibt ihr Halt. Und in all ihrer Angst ist sie für einen Moment wunschlos glücklich.

 

Elvira 8 Monate später...


Nur wenige Menschen wissen davon, was Elvira vor genau 8 Monaten passiert ist. Sie hat sich nicht getraut darüber zu reden. Aber sie hat an diesem Tag etwas noch nie da gewesenes getan, als sie ihrer Freundin abgesagt hat und ein paar Sachen zusammengepackt hat, um sich ins Auto zu setzen und einfach so drauf loszufahren.

Zum Stillstand gekommen ist sie an einem sehr abgelegenen Ort, einem Kloster. Ein Kloster an dem genau an diesem Wochenende „ZEN Meditation“ angeboten wird. Ohne zu wissen, was sie erwartet, bucht sie einen Platz in dem Seminar, nimmt sich ein Zimmer und verbringt das erste Mal in ihrem Leben ein Wochenende mit innerer Einkehr und Schweigen.Eine Erfahrung die ihr Leben nachhaltig beeinflussen soll.

 

Nach dem Wochenende erinnert sie sich daran, dass sie als junges Mädchen einen Sommer in Griechenland verbringen wollte. Die Arbeit war ihr damals wichtiger und sie hat es nicht getan. Die Erinnerung ist wieder da und Elvira beschließt sich unbezahlten Urlaub zu nehmen und den Sommer in der Ferne zu verbringen.

 

Kurze Zeit später ist das Ticket gebucht, das Zimmer für die ersten Nächte organisiert und alle Verpflichtungen für die Sommermonate sind abgesagt.

 

Nach 3 Wochen begegnet ihr Nicolei, ein junger Mann der Kunsthandwerk auf dem Wochenmarkt verkauft. Die beiden freunden sich an und durch ihn lernt Elvira wie wundervoll es ist, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen.

 

Nach weiteren 3 Wochen fühlt sie zu welcher Freude und Liebe sie fähig ist und entscheidet sich, von nun an dieses Gefühl zu behalten.

 

Diese Geschichte klingt zu unglaublich um wahr zu sein? Täglich schreibt das Leben solche Geschichten, von einfachen Menschen die von einen Tag auf den anderen ihrem Leben eine neue Richtung geben. Davon wird in den Nachrichten nicht berichtet? Warum auch? Zufriedene Menschen, die die Schönheit und Liebe der Welt erkennen, dafür ist kein Platz im Nachrichtengetümmel.

 

Und doch, es gibt sie.

 

Lebens- und Freudetraining freut sich mit!